4.2.2012
Bei klirrender Kälte nahmen Micha und ich die Kurzstrecke von 3,6km in Angriff. 3 kleine Runden galt es im Wasserwerkswald Bremerhaven-Leherheide zu absolvieren. Das übersichtliche Starterfeld zog sich rasch auseinander; bezüglich unseres "internen Zweikampfes" führte Micha die ersten anderthalb Runden - und ich die letzten
Nach 15:07min bzw. 15:26min erreichten wir das Ziel. Erst wenige Meter zuvor war uns tatsächlich warm geworden! Wir merkten deutlich, dass "Schnelligkeit" bislang im Training noch kein Thema war - und trotzdem hat es Spaß gemacht. Mangels ernstzunehmender Konkurrenz war ich sogar die 1. Frau!

Skilanglaufen in Gosau 22.12.2011-2.1.2012
Just einen oder zwei Tage vor unserer Anreise begann es im Gosautal zu schneien - und zwar kräftig. So konnten wir uns über Schneemangel wirklich nicht beklagen und hatten über Weihnachten und Neujahr unseren Spaß im Schnee, davon 7 Tage auf den Brettern. Ein wahrer Ganzkörpersport! An den anderen Tagen schnallten wir die Schneeschuhe an, wanderten zum Gosausee, entlang des Hallstätter Sees und besichtigten das Welterbe Hallstatt. Das nahegelegene Schwimmbad verwöhnte uns mit absurden Wassertemperaturen und die österreichische Küche mit Kaspressknödlsuppn und Kaiserschmarrn. Da will man gar nicht mehr nach Hause!



Oktober 2011
Die wohlverdiente Pause ist in vollem Gange! Wer jedoch denkt, wir würden NUR auf der faulen Haut liegen, der irrt. Wandern, spazierenradeln und beim Vereins-Schwimmtraining ein "Wasserballspiel" - das muss einfach sein. Ein Highlight war das gestrige Klettern in Conneforde. Muskelkater vorprogrammiert! Aber ein sonniges Stündchen auf der Couch gehört mindestens genauso dazu wie die Arbeit an den vielen kleinen Baustellen in der Wohnung und umzu und die Planung der nächsten Saison. Aloha!

25.09.2011
Chaotisch wie immer: Startzeiten, Rundenanzahlen, ... Ziffern purzelten wild durcheinander; die Webseite des Veranstalters "kaputt". Meine Voranmeldung - bereits vor Monaten erledigt - war natürlich verschütt gegangen; usw. usw. Wir kennen das ja gar nicht anders vom Bremerhavener Tri. Dagegen das Wetter: die grandiose Ausnahme. Wolkenloser Himmel, mittags knapp 20°C und dazu Windstärke 2. ZWEI. Ich kann mich gar nicht erinnern, wann das in Bremerhaven zum letzten Mal der Fall war! ![]()
Bei diesen phänomenalen Bedingungen legte ich - beinahe - einen Start-Ziel-Sieg hin. Als Gesamtvierte kraxelte ich aus dem Hafenbecken - bei salzigen 15.9°C war es im Wasser ja auch nicht so kuschelig
Die neue Radstrecke war gut zu fahren, voll gesperrt und führte direkt vor meiner Haustür und am AWI vorbei, quasi meine Hausstrecke. Auf den letzten 3 Radkilometern setzte sich die 2. Frau vor mich, konnte mir aber nicht mehr davonfahren. Schließlich hatte ich den Heimvorteil und konnte alle Kurven mühelos ausfahren, vor denen sie bremsen mußte. Dann lief ich 6 einsame Runde an der Spitze, gefühlt wie ein Tiger im Käfig immer um Bremerhavens Touristenmeile herum. Insgesamt benötigte ich 2:25h für eine Strecke von ca.1km - 45km - 9km, war damit 1. Frau und 13. gesamt.
Das war ein absolut fantastischer Saisonausklang!
Ein ganz großes DANKE an alle meine Fans!!
Eure Grit

Foto: Iris Burghardt
Das Team "Die Abrafaxe" trat wieder in bewährter Konstellation an: Grit Freiwald, Michael Keusch und Ronny Vogel. Es waren ein Staffelschwimmen (angeblich 500m), Staffelzeitfahren (22.5km) und Staffellauf (knapp 5km) zu absolvieren. Der größte Unterschied zum Vorjahr befand sich in den Schwimmzeiten - irgendwie scheint doch die Boje etwas verrutscht gewesen zu sein. Der einzige andere relevante Unterschied war noch meine um 1:43min schnellere Radzeit - das kann aber auch ein Effekt des Windes gewesen sein, der sich diesmal nämlich in Grenzen hielt auf dieser doch sehr exponierten Strecke. Alles andere war gleich, bis hin zu den matschigen Birnen am Straßenrand, die sich nicht vollständig vom Versuch des zur Seite Fegens beeindrucken ließen ... Dennoch sahen wir dieses Jahr das Podium nur aus der Ferne: Platz 7 in der Klasse Mix<120.
Wie immer zeigte sich Petrus am Barleber See bei Magdeburg von seiner gnädigen Seite, so dass nicht nur die 3 doch sehr anstrengenden Abschnitte des Rennens angenehm verliefen. Auch die Pausen zwischen den einzelnen Etappen genossen wir auf der Wiese, mit einem Negerkuss und dem üblichen "Ende-der-Triathlon-Saison-Schnack"
Auch dieses Jahr wieder ein toller Ausflug!
Um mit dem Postitiven zu beginnen: Das Wetter hat ENDLICH einmal mitgespielt! Bei 25 Grad Luft- und 20 Grad Wassertemperatur ließ es sich gut aushalten
Es gab beim Laufen hübsche wiederverwertbare Haargummis zum Rundenzählen. Als der Gewinn für die Altersklassenzweite der W30, ein Buch mit dem Titel "Das optimale Wettkampfgewicht", allgemeine Erheiterung auslöste, durfte ich mir ein anderes Präsent aussuchen. Das war's.

Glücklich war vielleicht auch noch, dass der Start spontan 5 Minuten später erfolgte. So erfuhr ich beim wassertretenden Warten hinter der Startlinie ZUFÄLLIG, dass die Radstrecke ein weiteres Mal geändert wurde und nun 3 anstatt 4 Runden zu fahren waren. (Bei der ersten Streckenänderung wenige Tage zuvor wurden die Teilnehmer wenigstens per Email und auf der Webseite informiert.)
Kurz bevor die Mitteldistanzler auf die 2. Schwimmrunde gingen, starteten die Kurzstreckler. Das bedeutete auf der 2. Runde Zickzackschwimmen um regelrechte Schwärme von Brustschwimmern. So etwas ist mir im Triathlon noch nie passiert! Das blaue Auge war quasi unvermeidlich ... Ebensolches Gedränge herrschte dann auf dem sehr langen und vor allem schmalen Steg am Ausstieg. Man mußte ordentlich keifen, um durchgelassen zu werden. Zumindest als 1. Frau auf der Mittelstrecke ![]()
In der Wechselzone herrschte das reinste Chaos: Es sollte um eine Reihe Hütchen am anderen Ende herumgelaufen werden, der Gerechtigkeit wegen. Wer auch immer das kontrolliert haben mag ... meinen höchsten Respekt, da den Überblick zu behalten, wo sich gefühlt alle Wege kreuzten und die Athleten sich demzufolge ständig gegenseitig über den Haufen rannten. Kein Wunder aber eigentlich, wenn es so eng ist, dass man sein Rad über den Krempel der anderen hinüberheben muss, um auf die Radstrecke zu gelangen.
Diese selbst jedoch war die pure Katastrophe!!! Streckenweise mussten die Athleten zwischen 2 Reihen teils haltender, teils fahrender Autos auf dem Mittelstreifen hindurchbalancieren, in der Hoffnung auf einen Moment ohne wettkämpferischen Gegenverkehr. Es war die Hölle, am meisten wohl für die Angehörigen unter den Zuschauern, von denen so einige die brenzligen Anblicke nicht lange aushielten. Allerdings gab es auch autofreie Passagen, auf denen hübsch und ordentlich in Gruppen von ca. 20 Personen dicht an dicht gefahren wurde. Die Kampfrichter, durchaus zahlreich vorhanden, schien das aber keinesfalls zu stören! ![]()
Was soll's, ich habe für mich ein gutes Rennen gemacht, ordentlich auf die Pedale gedrückt, und zwar ALLEINE und EHRLICH! Beim Laufen zollte ich den Tribut vermutlich der ganzen letzten Wochen: Krämpfe in den Oberschenkeln zwangen mich zu Gehpausen und machten den Rest der Strecke zu einer einzigen Tortur. Das war - ungelogen - härter als ein Ironman.
Alle Ergebnisse: www.berlintriathlon-xl.de/index.php?option=com_content&view=article&id=37:ergebnisse-sind-online&catid=2:news&Itemid=16 Ärgerlich ist es schon, da ich weiß, dass ich normalerweise gut 20 Minuten schneller laufen kann; andererseits ist dieser Wettkampf sowieso für mich gestorben. Schade, wär schön gewesen, ein neuer Triathlon in meiner alten Heimat! Aber so - nein danke.

13.08.2011
Der leidige Regen in dieser Saison - auch am letzten Regionalliga-Wettkampfmorgen war er präsent und setzte Parkplätze und den Weg zur Wechselzone kräftig unter Wasser. Große Erleichterung als er sich doch noch pünktlich zum Start verzog (und später sogar mal ein paar Sonnenstrahlen durchlassen sollte!); Entsetzen als die Wassertemperatur des Inselsees verkündet wurde: 15°C! Sooo kalt fühlte es sich aber gar nicht an
Nach 2 Runden a 750m inklusive knietiefem "Landgang" war ein langer Weg zum Rad und dann eine Kopfsteinpflasterpassage zum Radaufstieg zu absolvieren. Diese und die anschließende Holperstraße ließen sich meine Verpflegung vom Rad lösen, die ich in letzter Sekunde noch retten konnte! Doch die angekündigte Buckelpiste sollte erst noch kommen - unschön, aber immerhin waren wir mental darauf vorbereitet. Abgesehen davon waren die 40km erstaunlich hügelig! Richtig anspruchsvoll, das hat Spaß gemacht
(Naja, vergessen wir mal den regen Kraftfahrzeugverkehr und den parkenden Bus auf der Radstrecke!) Die anschließend zweimal zu bewältigende 5km-Wendepunkt-Laufstrecke stand teilweise knöcheltief unter Wasser, und oft blieb einem wirklich keine Wahl: Quer durch! Pflatsch ... Auf der 2. Runde konnte ich sogar etwas Tempo herausnehmen, weil die Platzierungen bereits klar waren.
Unser gesamtes Team hat ansehnlich gefinisht und heute Platz 2 belegt, wozu ich als Teamzweite mit Platz 8 beigesteuert habe. In der Gesamtwertung der Regionalliga sind wir damit nach 4 Wettkämpfen auf Platz 3 ![]()
Alle Ergebnisse unter http://www.redtime.de/ergebnisse/2011/triathlon2011_RL.pdf

Muldestauseeschwimmen von Pouch nach Schlaitz 6.8.2011
Wegen Hochwasser und Treibholz konnte das Schwimmen nicht wie geplant im Stausee stattfinden und wurde kurzerhand an den Großen Goitzschesee nach Bitterfeld verlegt. Da Micha und ich per Bahn und Fahrrad angereist waren, bedeutete das für uns eine regelrechte Odyssee - bei Wegbeschreibungen wie "quer durch den Wald" eigentlich ein Wunder, dass wir den Start fanden! Dank ebenfalls verschobener Startzeit konnten wir jedoch teilnehmen und uns auf den Dreieckskurs über 2,5km in der Goitzsche begeben. Zwar wäre eine Seequerung reizvoller gewesen, doch die Bedingungen waren optimal: 20 Grad Wassertemperatur, kaum Wellen, schönes klares Wasser ![]()
Ich absolvierte die Strecke als 9. Frau (von 31) und Altersklassenerste in 38:50min. Micha kam als Altersklassenzweiter auch auf's "Podium"! Alle Ergebnisse: http://www.bitterfelder-sv.de/html/wettkampfe.html

Der treibholzige Muldestausee, den wir eigentlich queren wollten ![]()
Wind-Regen-und-Kälte-Schlacht! ![]()
24.07.2001 - da erwartet man sicherlich kein Oktoberwetter! Doch das Thermometer sollte nicht über 13 Grad steigen, dazu ein beständiger Nieselregen und Windstärke 5. (Bei derartigem Wind hab ich mich vor 2 Jahren, als ich hierher an die Küste gezogen bin, gar nicht mehr auf's Rennrad getraut. Naja, man gewöhnt sich an alles, sogar daran, nicht immer die Spur halten zu können ... ) Also tollste Bedingungen, insbesondere für kleine leichte Leute, mit denen der Wind leichtes Spiel hat und die schnell frieren. Wenn's nicht die Regionalliga gewesen wär, mit der Verpflichtung für's Team, viele wären wohl nicht an den Start gegangen!
Immerhin hatte der See erstaunliche 19 Grad, das kam uns richtig behaglich vor. Die 2 Runden mit Landgang waren gut schwimmbar, der lange Weg in die Wechselzone musste zum Akklimatisieren herhalten. Viele zogen sich mehr als üblich an, bevor sie die 40km Radstrecke in Angriff nahmen. Mein Tacho fiel aus, schon vor dem Start, es war wohl einfach zuviel Wasser überall. Vielleicht war das ganz gut so! Die Laufstrecke bestand aus einer 2,5km-Runde um den See mit Wendepunkt-Abstecher, die 4mal zu absolvieren war. Das war sehr nett und ging relativ schnell vorbei - richtig Druck konnten aber wohl die wenigsten noch machen.
Unser Team gelangte auf Platz 3, wozu ich mit Platz 16 beisteuerte. Für die widrigen Umstände, die Langdistanz Anfang des Monats und die Erkältung letzte Woche bin ich damit durchaus zufrieden. Es gibt nicht soviel, was mir an Radstrecke weniger gut liegt!!! Und dabei hab ich auch den ewigen internen Kampf mit meinem lieben Micha zur Abwechslung mal wieder gewonnen - um 53 Sekunden! ![]()
Alle Ergebnisse gibt es hier: http://www.stgk.de/ergebnisse.asp?Code=44&aktuell=1
Schon der Morgen begann mit einem Rekord: Mit 7,5°C Lufttemperatur zum Startzeitpunkt der kälteste Ironman Austria. Da war man froh, endlich ins warme Nass springen zu können!
Wie erwartet verlief die erste Disziplin gut, in einer netto-Zeit von unter 1:01h
Doch so richtig Einfluss darauf hatte ich nicht; den Großteil der Strecke war ich damit beschäftigt, mir die anderen Athleten vom Leib zu halten. Am ärgsten war es auf den letzten 800m im schmalen flachen Lendkanal - heilfroh war ich, als endlich der Ausstieg in Sicht war!
Doch es sollte sich herausstellen, dass eigentlich weder im Wechselzelt noch auf den einzelnen Teilstrecken genug Platz für die 2395 Starter(innen) war. Die Kampfrichter taten zwar ihr Bestes - teilweise zu pedantisch - ; dennoch wurden auf der Radstrecke Gruppen von bis zu 40 Radfahrern gesichtet. Da fühlt man sich schon irgendwie veralbert.
Die Radstrecke an sich hatte es in sich: die Steigung am Faaker See und der Rupertiberg verlangten nach größeren Ritzeln als ich sie hatte ... Hochgekommen bin ich aber, mit Hilfe der Ösis: "Hopp hopp hopp", "Gemma gemma", "kleine Prinzessin am Berg" ( hat die jemand gesehen? - ich nicht
) Und wie "auffi" so "obe": die Abfahrten waren rasant; ich kann mich nicht erinnern, wann mein Tacho zuvor das letzte Mal 65km/h gezeigt hatte. Und dazu das Bergpanorama: phänomenal!
Die Laufstrecke führte abwechselnd auf's Dorf und in die Innenstadt um den Lindwurm, mal kurvig, mal gerade, viele Unterführungen, quer durchs Strandbad usw. Das gefiel mir gut und ich konnte streckenweise schön Druck machen und mit 3:24h eine neue persönliche Marathonbestzeit aufstellen. Und ich habe gemerkt: Da geht noch mehr!
Der Zieleinlauf durch die Gasse voller jubelnder Zuschauer war grandios, und nach der letzten Kurve traute ich meinen Augen kaum, als die Uhr im Zielbogen 10:29h zeigte. ![]()
Vielen vielen Dank an meinen Supporter Micha und an alle, die gedanklich mit dabei waren!!!
Eure Grit, mit ihrem neuen Haustier: dem Ganzkörper-Muskerkater
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